Kommunikation ist irrational

Sie haben gute Chancen, eine Präsentation in einer freundlichen Atmosphäre und mit einem harmonischen Ausgang abzuhalten, die völlig wirkungslos ist.

Das können Sie jahrelang wiederholen und niemand wird es Ihnen jemals sagen, Sie werden es vielleicht gar nicht merken.

Auch wenn wir in der Lage sind, das gesprochene bzw. geschriebene Wort in beliebiger Form bis auf das Smartphone eines Gesprächspartners zu senden, täuscht das oft nur darüber hinweg, dass das, was beim Empfänger ankommt selten das gleiche ist wie das, was der Absender sagen wollte. Warum? Weil es interpretiert wird.

Weil es interpretiert wird in der Bedeutung von Worten und Sätzen, von Fachbegriffen, von vermeintlichen Fachbegriffen und letztendlich im Zusammenhang mit persönlichen Erfahrungen im Assoziationsspielraum des Empfängers.

  

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Konrad Lorenz hat das einmal so ausgedrückt:

Gesagt heißt nicht gehört,
gehört heißt nicht verstanden,
verstanden heißt nicht einverstanden.
 
Kommunikation besteht ganz offensichtlich nicht aus der Vermittlung von Fakten und eindeutigen Informationen, sondern aus Interpretationen, aus emotionalen Ergänzungen und aus Deutungen im Zusammenhang mit persönlichen Erfahrungen und Assoziationen, auch wenn die möglicherweise mit der Sache selbst gar nichts zu tun haben.
Denken Sie beispielsweise an die Geschichte des Mannes, der ein Bild aufhängen möchte und keinen Hammer hat. Da fällt ihm ein, der Meier im vierten Stock hat sicher einen Hammer. Er macht sich also auf den Weg übers Stiegenhaus in den vierten Stock. Auf dem Weg fällt ihm ein, "der Meier hat doch das letzte Mal so komisch geschaut, als ich ihn getroffen habe und gegrüßt hat er mich auch nicht richtig, nur so zurückhaltend. Und auf dem Parkplatz stellt er sich immer so hin, dass ich gar nicht einparken kann, der präpotente Kerl". Und als er bei der Tür des anderen ankommt, schreit er ihn an: "Behalten Sie sich doch Ihren Hammer, Sie blöder Kerl!"

Man kann die Geschichte aber auch umdrehen: Wenn der erste Mann im vierten Stock ankommt und freundlich nach dem Hammer fragt denkt sich der Andere: "Ach der Huber, der sieht aus wie der neue Freund meiner Exfrau und er grinst auch immer so blöd wie der". Und er sagt ganz freundlich: "Nein, ich habe leider keinen Hammer".

Diese Situation ist noch fataler, da es für den Ersteren aussieht, als wäre alles in Ordnung.

Das kann Ihnen auch passieren: Am Ende der Präsentation verabschiedet man Sie mit den Worten:

"Vielen Dank für das interessante Gespräch. Lassen Sie uns Ihre Unterlagen da, wir melden uns..."
 
Und dann hören Sie nie wieder etwas. Weil Sie den Punkt nicht getroffen haben, weil Sie die Bedürfnisse Ihres Publikums nicht abgedeckt haben, weil Sie keine Story erzählt haben, weil Sie nicht begeistern konnten...
 
Sie meinen, es muss auch anders gehen? Dann sind Sie hier richtig...
 
michael buchecker
business coaching und consulting
Tel: 0676 / 917 40 30
mbuchecker@bizcoach.at
www.bizcoach.at