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Was ist eigentlich Ihre Kernbotschaft?

„Was ist meine Kernbotschaft, wie komme ich zu meiner Kernbotschaft?“ ist eine Frage, die in der Arbeit mit meinen Klienten immer wieder auftaucht.

Die Kernbotschaft hat eigentlich einen ganz pragmatischen Hintergrund, der von zwei wesentlichen Gegebenheiten geprägt ist:

  1. Wir haben alle eine begrenzte Aufmerksamkeitsspanne. Niemand hört Ihnen lange zu. Deshalb müssen Sie, um im Gespräch zu bleiben, in sehr kurzer Zeit Ihrem Gegenüber etwas sagen, das sein oder ihr Interesse weckt.
  2. Von allem, was wir hören, bleibt nur ein Bruchteil – vielleicht 10-20 Prozent – in Erinnerung. Wenn Sie es nicht dem Zufall überlassen wollen, woran sich Ihre Gesprächspartner erinnern, müssen Sie Ihnen etwas geben, woran sie sich leicht erinnern können.

Die Kernbotschaft sollte also aus einigen wenigen Sätzen bestehen, die diese beiden Anforderungen erfüllen und gleichzeitig natürlich etwas transportieren, das Ihnen wichtig ist, von dem Sie wollen, dass es bei den Zuhörern „hängen“ bleibt.

Klingt kompliziert? Ist es nicht. Ich gebe Ihnen ein einfaches Werkzeug, mit dem Sie an Ihrer Kernbotschaft arbeiten können.

Benutzen Sie im ersten Schritt folgende Formulierung als Rahmen:

„Wenn ich Ihnen zeigen könnte, wie Sie <…>, würde Sie das interessieren?“

Dort wo die drei Punkte sind, muss jetzt Ihr Text hin. Dort sollte eine für Ihr Thema passende Formulierung stehen, ein Nutzen, den Ihr Gesprächspartner realisieren kann und der so interessant für ihn ist, dass die Antwort auf die Frage ein klares „Ja, natürlich!“ wäre.

Zum Beispiel:

„Wenn ich Ihnen zeigen könnte, wie Sie mit Ihrer Idee mehr Menschen, also potentielle Partner, Kunden oder Investoren erreichen und begeistern können, würde Sie das interessieren?“

Beachten Sie dabei zwei Punkte:

  • Natürlich sollte das Nutzenversprechen plausibel sein. Wenn Sie mir zeigen wollen, wie ich mit 5 Minuten Arbeit am Tag in drei Wochen ein Millionenvermögen aufbaue, finde ich das zwar interessant, aber ich glaube Ihnen nicht.
  • Wichtig ist auch das „wie Sie…“. Es geht um den Nutzen, den Ihr Gesprächspartner realisieren kann, aus seiner Sicht, nichts Abstraktes oder aus Ihrer Sicht formuliertes.

„Wenn ich Ihnen zeigen könnte, wie man mehr Menschen, also potentielle Partner, Kunden oder Investoren erreichen und begeistern kann, würde Sie das interessieren?“ ist zwar sehr ähnlich, aber lange nicht so wirkungsvoll.

Im zweiten Schritt ergänzen Sie, für wen Sie das tun, d.h. Sie ergänzen einfach das Profil der Gesprächspartner, für die diese Frage „passt“ und die darauf „Ja“ sagen. Also zum Beispiel in der Art:

„Ich helfe Startups und UnternehmensgründerInnen dabei, mit Ihrer Idee mehr Menschen, also potentielle Partner, Kunden oder Investoren zu erreichen und zu begeistern.“

Probieren Sie es aus, und testen Sie Ihre Formulierung darauf, wie sie bei Gesprächspartnern ankommt, ob Sie ein uneingeschränktes „Ja“ erhalten. Ich freue mich, wenn Sie ihre Formulierung unten in den Kommentaren posten, als Anregung für andere LeserInnen. Natürlich auch Ihre Fragen, die ich gerne beantworte!

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